Alle drei Monate nehme ich mir Zeit für eine Übung, die ich auch mit vielen Coachees mache. Jetzt, im September 2026, bereite ich mich damit auf die letzten drei Monate dieses Jahres vor.
Der entscheidende Schritt passiert dabei nicht am Anfang, sondern am Ende: Ich springe gedanklich zum Silvesterabend 2026. Das Jahr ist vorbei. Ich sitze da, schaue auf die letzten drei Monate zurück und frage mich: Worauf möchte ich zurückblicken? Was möchte ich sagen können: „Das habe ich erreicht“?
Das ist ein interessanter Moment. Einerseits fühlt es sich so an, als wäre das Jahr schon fast vorbei. Andererseits liegen noch ungefähr 13 Wochen vor mir. Dreizehn Wochen, in denen ziemlich viel passieren kann – wenn ich nicht versuche, gleichzeitig alles nachzuholen, was ich mir im Januar vorgenommen habe.
Ich nenne sie Five to Finish. Der Name ist bewusst etwas direkter: fünf Ergebnisse, die ich in den letzten 13 Wochen erreichen und am Silvesterabend als erledigt betrachten möchte.
Ich habe im Laufe der Jahre mit verschiedenen Methoden gearbeitet und daraus meine eigene Arbeitsweise entwickelt. Unter anderem bin ich Life Pilot Coach. Deshalb ist diese Übung keine offizielle Wiedergabe eines einzelnen Frameworks, sondern eine Mischung aus dem, was sich für mich und meine Coachees bewährt hat.
Nicht, weil sie mein Leben noch effizienter machen soll. Und auch nicht, weil ich glaube, dass ein gutes Quartal nur dann gut ist, wenn am Ende möglichst viele Punkte auf einer Liste abgehakt sind. Ich mag die Übung, weil sie mich zwingt, aus vielen offenen Gedanken eine ehrlichere Auswahl zu machen. Die zentrale Frage lautet für mich nicht: Was will ich irgendwann einmal tun? Sondern: Was möchte ich am Silvesterabend als erreicht betrachten?
Warum ich in Quartalen denke
Ich habe nichts gegen Jahresziele. Im Gegenteil: Sie geben Richtung. Aber „Ich möchte dieses Jahr gesünder leben“ beantwortet noch nicht die Frage, woran ich am kommenden Dienstag arbeite. Ein Quartal ist für mich ein guter Zwischenraum: lang genug, um etwas Substanzielles zu bewegen, und kurz genug, dass ich mich nicht mit „dafür ist später noch Zeit“ beruhigen kann. Mit diesem verkürzten Zeithorizont arbeitet auch The 12 Week Year von Brian P. Moran und Michael Lennington. Die Autoren behandeln zwölf Wochen sinngemäß wie ein eigenes Jahr. Mit klaren Zielen, konkreter Umsetzung und regelmäßiger Überprüfung. Auf der offiziellen Seite zum 12 Week Year wird der Ansatz als System für Fokus und Umsetzung beschrieben.
Meine Übung ist nicht exakt dasselbe: Ein Kalenderquartal hat meistens 13 Wochen, das 12 Week Year arbeitet bewusst mit zwölf. Entscheidend ist für mich der Grundgedanke: Ein überschaubarer Zeitraum zwingt zu einer ehrlicheren Auswahl.
Ich mache die Übung nicht nur mit Coachees
In meinen Coachings erlebe ich häufig, dass Menschen mit sehr vielen Vorhaben starten: noch dieses Projekt, die neue Website, mehr Sport, die Steuererklärung und endlich wieder mehr Zeit für die Familie. Das Problem: Wenn alles gleichzeitig Priorität bekommt, ist am Ende nichts wirklich priorisiert. Eine lange Liste sieht zunächst beeindruckend aus und produziert nach ein paar Wochen vor allem das Gefühl, hinter den eigenen Ansprüchen zurückzubleiben.
Ich kenne dieses Muster auch von mir selbst. Deshalb mache ich die Übung alle drei Monate. Nicht, weil ich damit automatisch perfekt organisiert wäre, sondern weil ich regelmäßig einen Moment brauche, in dem ich mich frage, was jetzt tatsächlich dran ist – und was nicht. Für mich ist das kein Selbstoptimierungsprogramm, sondern eine Unterbrechung des Autopiloten.
Mein Five to Finish in fünf Schritten
Für die Übung brauche ich nicht viel: 20 Minuten Ruhe, Papier oder ein Journal und Zeit nur für mich. Nicht zwischen zwei Terminen, nicht nebenbei und nicht mit einem halben Auge bei den E-Mails. Oft reichen sogar 15 Minuten echter Fokus, und es wird richtig gut. Die Qualität meiner Antworten hängt davon ab, ob ich mir erlaube, wirklich bei mir und bei diesem Thema zu sein.
So gehe ich vor:
1. Ich komme erst einmal im Quartal an
Bevor ich neue Ziele formuliere, schaue ich zurück: Was hat funktioniert? Was habe ich abgeschlossen? Wo bin ich steckengeblieben? Was hat mir Energie gegeben – und was hat sie mir genommen? Ein paar Stichpunkte reichen. Wichtig ist, dass ich nicht so plane, als würde ich bei null beginnen.
Danach verschaffe ich mir einen Überblick über die Lebensbereiche, die gerade wichtig sind: Arbeit, Gesundheit, Beziehungen, Familie, Finanzen, persönliche Entwicklung oder Erholung. Nicht jeder Bereich braucht ein eigenes Ziel. Die Übersicht hilft mir nur, nicht automatisch den lautesten oder dringendsten Bereich zu bevorzugen.
2. Ich blicke vom Silvesterabend zurück
Jetzt kommt der wichtigste Teil. Ich springe gedanklich zum Silvesterabend: Der 31. Dezember 2026 ist vorbei, die letzten drei Monate liegen hinter mir. Ich sitze mit meinem Journal da und blicke zurück. Ich denke: »Das war ein starkes Vierteljahr. Ich habe wirklich etwas bewegt«. Was habe ich begonnen, abgeschlossen oder entscheidend vorangebracht? Welche Entscheidung habe ich getroffen? Welches Gespräch habe ich nicht länger aufgeschoben? Welche Gewohnheit ist stabiler geworden?
Ich formuliere die Antworten bewusst in der Vergangenheitsform. Nicht: „Ich werde x-mal pro Woche trainieren.“ Sondern: „Ich habe x-mal pro Woche trainiert.“ Nicht: „Ich werde mein Angebot entwickeln.“ Sondern: „Ich habe mein Angebot entwickelt und mit zwei Pilotkundinnen oder Pilotkunden getestet.“
In Coachings bitte ich die Coachees, zunächst alles aufzuschreiben, was auftaucht – auch Dinge, die zu groß, zu persönlich oder zu unpraktisch erscheinen. Ich mache das selbst genauso. Danach sortiere ich. Diese Perspektive ist kein esoterischer Umweg. Sie hilft mir, nicht nur auf die aktuelle Aufgabenliste zu reagieren, sondern auf das, was wirklich Wirkung hätte.
3. Ich verbinde die Rückschau mit meinen größeren Zielen
Wenn ich mit Jahreszielen oder einer persönlichen Vision arbeite, nehme ich sie jetzt dazu. Welche Vorhaben möchte ich in den letzten drei Monaten von 2026 sichtbar vorangebracht haben? Was darf warten?
Ein Jahresziel muss nicht vollständig in einem Quartal abgeschlossen werden. Ich formuliere stattdessen den Teil, den ich am Silvesterabend als erreicht betrachten kann.
Aus „Ich möchte ein Angebot entwickeln“ wird:
Ich habe mein Angebot so weit entwickelt, dass ich es mit zwei Pilotkundinnen oder Pilotkunden getestet habe.
Aus „Ich möchte meine Gesundheit verbessern“ wird:
Ich habe in den letzten 13 Wochen x-mal pro Woche trainiert und einen ärztlichen Check-up gemacht.
Der Unterschied liegt nicht darin, dass diese Ziele spektakulär klingen. Ich kann am Silvesterabend aber erkennen, ob ich sie erreicht habe.
4. Ich wähle fünf Ziele aus und setze meine Highlights
Jetzt wird es konkret. In manchen Methoden heißen solche Prioritäten Rocks. Große Steine, die zuerst in ein Glas gelegt werden müssen. Und wer mit OKR arbeitet, wird die Grundidee schnell wiedererkennen: klare Ziele, ein begrenzter Zeitraum und überprüfbare Ergebnisse.
OKR (Objectives and Key Results) ist allerdings in erster Linie für Teams und Unternehmen gedacht. Die Verbindung ist trotzdem naheliegend. Auch dort geht es darum, ein Zielbild zu formulieren und anschließend sichtbar zu machen, woran sich der Erfolg erkennen lässt. Wer mit OKR vertraut ist, wird sich mit meinen Five to Finish deshalb vermutlich leichter tun. Wobei ich viele Unternehmen kenne, die OKR nicht annähernd so erfolgreich einsetzen, wie sie es sich ursprünglich gedacht hatten. Ein Framework allein erzeugt noch keinen Fokus. Wenn Ziele zu zahlreich, zu abstrakt oder nicht mit dem Alltag verbunden sind, wird aus OKR schnell ein weiteres Reporting-Ritual.
Für meine persönliche Planung arbeite ich mit fünf Zielen. Das ist genug, um unterschiedliche Lebensbereiche abzubilden, und wenig genug, um nicht wieder bei einer Wunschliste zu landen.
In meinen Coachings frage ich:
- Welches größere Ziel muss jetzt in Bewegung kommen?
- Welche Entscheidung würde einen echten Unterschied machen?
- Was hat gerade Momentum, Energie oder besondere Notwendigkeit?
- Was blockiert andere Dinge, solange es nicht geklärt oder gestartet ist?
- Welches Ziel passt tatsächlich in mein Leben, nicht nur in meine optimistische Planung?
Zeit und Energie sind nicht unbegrenzt. Ein Quartal mit Reisen, einer beruflichen Hochphase oder familiären Veränderungen braucht andere Ziele als ein ruhiger Zeitraum.
Meine beiden Highlights
Wenn meine fünf Ziele vor mir liegen, mache ich noch zwei Dinge, die für mich den besonderen Fokus ausmachen.
Zuerst frage ich mich: Wenn ich eines dieser fünf Ziele streichen müsste und am Silvesterabend trotzdem sagen könnte: „Das war ein sehr gutes Quartal“ – welches wäre es? Dieses Ziel wird mein Streichziel. Ich setze es in Klammern. Manchmal streiche ich es sogar durch. Nicht, weil es unwichtig wäre. Sondern weil ich sichtbar machen möchte: Dieses Ziel ist schön, aber für den Erfolg meines Quartals nicht entscheidend.
Danach stelle ich mir die umgekehrte Frage: Wenn ich nur eines dieser fünf Ziele erreichen würde – welches wäre so stark, dass ich trotzdem sagen könnte: „Das war ein sehr erfolgreiches Quartal“? Dieses Ziel wird mein Leuchtturmziel. Ich markiere es besonders, zum Beispiel mit einem Kreis oder einem Rahmen. Es ist das Ziel, das mir auch dann Orientierung gibt, wenn die nächsten 13 Wochen anders laufen als geplant.
Damit bekommen die fünf Ziele eine Hierarchie, ohne dass ich die anderen kleinreden muss. Eines darf im Zweifel wegfallen. Eines strahlt besonders weit. Und genau diese Unterscheidung macht aus einer Liste einen echten Fokus.
5. Ich formuliere die Ziele als erreichte Ergebnisse
Ein Ziel darf inspirierend sein. Es muss aber konkret genug sein, um mir Orientierung zu geben. Ich formuliere die Ziele so, als hätte ich sie am Silvesterabend bereits erreicht. „Mehr Zeit für mich“ wird zu: „Ich habe mir an zwei Abenden pro Woche verbindlich Zeit ohne Arbeit und Termine genommen.“
Ich muss meine Ziele nicht in eine künstliche Managementsprache übersetzen. Sie sollen nach mir klingen. Aber so klar sein, dass ich am 31. Dezember nicht lange diskutieren muss, ob ich sie erreicht habe. Die SMART-Kriterien können dabei helfen. Sie sind kein Gesetz. Ein Ziel muss nicht perfekt formuliert sein, sondern mir eine ehrliche Antwort ermöglichen.
Zu jedem Five to Finish gehört auch ein „Nicht jetzt“
Ein Teil der Übung wird oft vergessen: die Dinge, die ich bewusst nicht zum Quartalsziel mache. Ich schreibe neben meine fünf Ziele eine kleine Liste mit dem Titel „Nicht jetzt“. Das ist keine Absage an diese Themen, sondern eine zeitliche Entscheidung. Nicht jede gute Idee muss sofort umgesetzt werden. Fokus heißt nicht, dass es nichts anderes gibt. Fokus heißt, dass ich entscheide, was jetzt zuerst kommt.
Aus Five to Finish werden nächste Schritte
Ein Ziel allein verändert noch keinen Alltag. Wenn ich mein Five to Finish festgelegt habe, notiere ich zu jedem Ziel den nächsten sichtbaren Schritt. Nicht die vollständige Projektplanung. Nur den Schritt, mit dem ich beginnen kann. Danach überlege ich, welche regelmäßigen Handlungen das Ziel unterstützen. Das können wöchentliche Gespräche, feste Sporttermine, ein Schreibblock oder ein kurzer Review sein.
Die Ziele beschreiben das Was. Die nächsten Schritte und Routinen beschreiben das Wie.
Genau hier liegt eine weitere Parallele zum 12 Week Year: Die Methode trennt das Ergebnis von den konkreten Handlungen, die regelmäßig zu diesem Ergebnis führen sollen. Das ist sinnvoll, weil ich nicht jedes Ergebnis vollständig kontrollieren kann. Ich kann aber beeinflussen, ob ich die wichtigen Schritte tatsächlich gehe.
Ich prüfe Five to Finish regelmäßig
Damit mein Five to Finish nicht nach 20 Minuten schöner Reflexion in einer Schublade verschwindet, brauche ich einen einfachen Rhythmus. Einmal pro Woche reichen mir oft fünf Minuten. Ich stelle mir drei Fragen:
- Was habe ich in dieser Woche für meine Ziele getan?
- Was hat mich aufgehalten oder abgelenkt?
- Was ist der wichtigste nächste Schritt für die kommende Woche?
Daraus muss kein kompliziertes System werden. Ein kurzer Eintrag im Journal genügt. Wenn ein Ziel mehrere Wochen hintereinander nicht vorankommt, erzeuge ich nicht automatisch mehr Druck. Ich prüfe zuerst, ob das Ziel noch stimmt. Vielleicht ist es zu groß. Vielleicht fehlt ein konkreter erster Schritt. Vielleicht hat sich mein Leben verändert. Ein Five to Finish ist kein Vertrag mit meinem früheren Ich. Es ist eine Vereinbarung mit mir selbst, die ich überprüfen und anpassen darf.
Die Übung zum Nachmachen
Wenn Du direkt loslegen möchtest, kannst Du diese Fragen in Dein Journal übernehmen. Ich nutze sie in ähnlicher Form für meine eigene Vorbereitung und in Coachings:
Rückblick
- Was ist in den vergangenen Monaten gut gelaufen?
- Was habe ich abgeschlossen oder gelernt?
- Was hat mir Energie gegeben?
- Was hat mich unnötig belastet?
- Was möchte ich nicht in das nächste Quartal mitnehmen?
Zielbild vom Silvesterabend
- Stell dir den Silvesterabend vor: Was ist passiert, sodass du sagen kannst: „Das war ein starkes letztes Quartal“?
- Was hast du begonnen, abgeschlossen oder entscheidend vorangebracht?
- Welche Entscheidung hast du getroffen?
- Welche Gewohnheit ist stabiler geworden?
- Was kannst du am 31. Dezember als erreicht betrachten?
Auswahl und Formulierung
- Welche fünf Ergebnisse möchtest du am Silvesterabend als erreicht betrachten?
- Ist jedes Ziel in der Vergangenheitsform formuliert – mit „Ich habe …“?
- Welches Ziel wird dein Streichziel?
- Welches eine Ziel wird dein Leuchtturmziel?
- Passt die Auswahl zu deiner tatsächlichen Zeit und Energie?
- Was kommt bewusst auf die Liste „Nicht jetzt“?
Umsetzung
- Was ist der erste Schritt?
- Welche Handlungen wiederholst du regelmäßig?
- Wann prüfst du deinen Fortschritt?
- Wer oder was hilft dir dabei, dranzubleiben?
Ich nehme mir für Five to Finish 20 Minuten. Erst reflektiere ich. Dann sammle ich. Danach streiche ich und markiere mein Leuchtturmziel. Oft reichen sogar 15 Minuten echter Fokus. Dann formuliere ich die Ziele sauber aus.
Ein Quartal muss nicht spektakulär sein
Ich glaube nicht, dass jedes Quartal eine große Veränderung bringen muss. Manchmal ist das wichtigste Ziel, ein Projekt abzuschließen. Manchmal geht es darum, eine schwierige Entscheidung zu treffen. Manchmal besteht der Fortschritt darin, die eigene Gesundheit wieder ernst zu nehmen oder eine Beziehung nicht länger nebenbei laufen zu lassen.
Auch Erholung kann ein legitimes Quartalsziel sein. Nicht als Belohnung dafür, dass vorher alles erledigt wurde. Sondern als notwendige Voraussetzung dafür, dass ich mein Leben nicht nur organisiere, sondern auch darin vorkomme. Das ist für mich der größte Unterschied zwischen einer guten Zielbild-Übung und einer weiteren Selbstoptimierungsaufgabe: Die Frage lautet nicht nur, was ich schaffen kann. Sie lautet auch, wie ich die nächsten drei Monate leben möchte.
Deshalb verstehe ich Five to Finish nicht als Wettbewerb mit der Zeit. Eher als Einladung, für eine begrenzte Zeit bewusst zu entscheiden. Was ist jetzt wirklich dran? Und was darf bis später warten?
Die meisten Menschen brauchen nicht noch mehr Ziele. Sie brauchen eine ehrlichere Auswahl.
Genau deshalb mache ich diese Übung alle drei Monate und genau deshalb bringe ich sie in meine Coachings ein. Five to Finish hilft dabei, aus großen Jahresabsichten konkrete nächste Schritte zu machen. Es bringt Abstand zum Tagesgeschäft, ohne sich in langfristigen Visionen zu verlieren. Und es schafft einen überschaubaren Zeitraum, in dem Fortschritt sichtbar werden kann. Ich brauche dafür kein ausgefeiltes Planungssystem. Kein perfektes Journal und keine App mit zwölf verschiedenen Ansichten. Ein Blatt Papier, ein ehrlicher Blick auf mein Leben und die Bereitschaft, Dinge wegzulassen, reichen völlig aus.
Für die Vorbereitung auf die letzten drei Monate von 2026 heißt das für mich zunächst nicht, hier öffentlich eine Liste meiner persönlichen Ziele zu veröffentlichen. Die kenne nur ich. Entscheidend ist, dass ich mir die Fragen ehrlich stelle und anschließend mit einer Auswahl weiterarbeite, die zu meiner tatsächlichen Zeit, Energie und Lebenssituation passt.
Vielleicht ist das Quartal danach nicht perfekt. Das muss es auch nicht sein. Aber wenn ich am Ende sagen kann: „Ich habe meine Zeit nicht nur gefüllt, sondern bewusst eingesetzt“, dann war es wahrscheinlich ein gutes.
Hinweis: Five to Finish ist keine offizielle Wiedergabe einer einzelnen Coaching-Methode. Der Name beschreibt meine eigene Übung: Sie verbindet Elemente aus Quartalsplanung, persönlicher Reflexion, 12-Wochen-Zyklen, OKR und der Rocks-Idee. Ich habe mit verschiedenen Methoden gearbeitet, bin unter anderem Life Pilot Coach und entwickle diese Übung in der Arbeit mit Coachees weiter.
Warum dieses Foto? Ich habe es in Manchester aufgenommen. Viel Text, viele Gedanken, ziemlich viel Durcheinander – und irgendwo darin eine klare Richtung. Für mich ein schönes Bild für Five to Finish: Nicht noch mehr vornehmen, sondern herausfinden, was aus all dem gerade wirklich zählt.

