Jetzt mal im Ernst: Nextwork ist seit 2019 klimaneutral

„Klimaneutrales Unternehmen“ – Nextwork ist es seit 2019. „Klimaneutrales Unternehmen“ – klingt doch super. 

Ist (noch) freiwillig, aber jetzt schon ein Muss für alle, die über Nachhaltigkeit nachdenken. In den UN-Nachhaltigkeitszielen rangiert Klimaschutz als Ziel 13 – von 17. Wer jetzt schonmal damit anfängt, hat einen Vorsprung. Denn mein heißer Tipp für alle Unternehmer ist: 2021 wird das Thema Nachhaltigkeit ordentlich Staub aufwirbeln – weil es vermehrt geprüft werden wird. Aber dazu mehr an anderer Stelle.

Klimaneutral – wie kann man das werden?

„Klimaneutrales Unternehmen“ – kann heute ehrlich gesagt jeder werden. Alles, was man dafür unternehmen muss, sind folgende Schritte:

Man braucht einen Partner. Zum Beispiel jemanden wie ClimatePartner, mit denen wir zusammenarbeiten. ClimatePartner führt ein Assessment durch, prüft und zertifiziert. Der Schwerpunkt der Zertifizierung besteht in der Ermittlung der CO2-Emissionen des Unternehmens, die dann durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden können. Hier stehen mehrere Projekten zur Auswahl. Diese werden nach höchsten internationalen Standards zertifiziert; unabhängige Dritte überprüfen regelmäßig, ob die Maßnahmen vor Ort auch umgesetzt werden. 

Wir haben unsere Zertifizierung zum Anlass genommen, nicht nur das Nötigste zu machen – sondern es wirklich ernst zu nehmen und einen Weg zu beschreiten, den wir in den nächsten Jahren ausbauen wollen. 

Was wurde gecheckt?

Wir haben all unsere Emissionen erfasst. Dafür muss man relativ viel Unterlagen raussuchen: Stromrechnungen, Flugbuchungen, Unterlagen zur Dienstwagenflotte: Wieviel Kilometer pro Jahr werden gefahren, wie hoch ist der CO2-Ausstoß jedes Wagens. Je besser und strukturierter die Ablage, desto weniger Arbeitsaufwand macht das. Wir buchen und managen z.B. all unsere Flüge zentral über Lufthansa – macht natürlich viel weniger Arbeit, eine komplette Liste aller Flüge zusammenzustellen. Für uns war’s ein Aufwand von ca. 1 Tag, alle Unterlagen zusammenzusuchen, das kann aber natürlich auch 4 Tage dauern, wenn jeder Zettel einzeln in irgendeiner Ecke des Büros aufgesammelt werden muss. Soll’s ja auch geben. An manchen Stellen muss man schätzen; für ein gutes Bauchgefühl habe ich deutlich nach oben aufgerundet.

Was sagt das Klima-Bauchgefühl?

Der Wert, der bei unserer Zertifizierung rauskam: Nextwork hat im Jahr 2019 knapp 50.000 kg CO2 ausgestoßen. Ist das jetzt gut oder schlecht? Es ist ja manchmal als Unternehmer schon schwer genug, ein gutes Gefühl für Einnahmen und Ausgaben zu haben. Aber zumindest verfügen wir da über einige Erfahrungswerte. Aber CO2? Eine ziemlich abstrakte Vorstellung. Weil Profis wie ClimatePartner das wissen, sind auch gleich ein paar plakative Vergleichszahlen in unserem Klimabericht abgedruckt: 50.000 kg CO2 entsprechen dem jährlichen Fußabdruck von 6 europäischen Bürgern. Hilft mir das als Unternehmer? Eigentlich nicht. Ich habe stattdessen, um ein Gespür für die Mengen und Relationen zu bekommen, mal nachvollzogen, auf wieviele kg CO2 ähnlich große Unternehmen kommen (Dies kann man in der öffentlichen Datenbank von ClimatePartner nachschauen). Dabei habe ich festgestellt, dass wir ganz gut liegen – die Zahlen waren stimmig.

Noch ein paar interessante Zahlen: 

— Unsere größte Emissionsquelle stellt der Posten „Fuhrpark“ (42,4 %) dar. Der zweitgrößte Posten sind Emissionen aus Flügen mit 24,2 %. An dritter Stelle stehen mit 11,9 % die Emissionen aus dem Posten „Wärme“. 

— Obwohl 50% unserer Flotte sowieso schon aus Elektro- oder Hybridfahrzeugen bestehen, ist das noch unser größter Posten: 20.000 kg CO2! Mir fallen da gleich zwei Fahrzeuge ein, die als nächstes dran glauben müssen – denn wir wollen immer besser werden! Noch vor ein paar Jahren hatten 75% unserer Leute einen Dienstwagen, jetzt nur noch 25%; alle anderen haben gar kein Auto oder Dienst e-Bikes oder e-Scooter.

— Mein Traum vom „papierlosen Büro“ ist nahezu in Erfüllung gegangen: NUR 6 KG CO2 pro Jahr! 

— Interessant fand ich auch, dass Bahnfahrten 2019 auch und trotzdem mit 700 kg zu Buche schlugen.

— Kosten: Weil wir kompensieren, empfiehlt ClimatePartner einen Sicherheitsaufschlag von 10% draufzulegen. Wir haben für ein noch besseres Gefühl den Gesamtbetrag einfach mal verdoppelt und somit doppelt so viele Projekte unterstützt. Für das Jahr 2019 zahlen wir insgesamt knapp 2.000 €.

Transparenz 

Über unser Label „klimaneutrales Unternehmen“ und die ID-Nummer kannst du unsere Klimaneutralität im ClimatePartner-ID-Tracking nachvollziehen.


Wie geht’s weiter?

Ab jetzt gehört zum jährlichen Ritual nicht nur die Bilanz, sondern eben auch die Klima-Bilanz. Das erkläre ich meinen Kunden auch immer: Eine Zertifizierung ist niemals fertig. Einmal angefangen, geht es darum, sie stetig weiterzuentwickeln. Für 2020 bin ich gespannt, was dabei herauskommt – schließlich sind z.B. Flüge nahezu komplett weggefallen; außerdem haben wir einige „Verbrenner“ weniger im Fuhrpark.

Unser Ziel ist: Uns an den UN-Klimazielen orientieren. Und jedes Jahr besser werden.