Be curious, not judgemental; Oklahoma, Goldfish and Barbecue Sauce  – The Lasso Way

Es gibt unzählige großartige Serien da draußen, die ich immer wieder gerne empfehle. Doch es gibt eine, die es für mich auf eine ganz andere Ebene schafft: Ted Lasso. Ich weiß, nicht alle von euch haben vielleicht Zugang zu Apple+, wo die Serie exklusiv läuft, und das hier soll nicht bloß ein weiterer „Du musst unbedingt diese Serie sehen“-Aufruf sein.

Ganz im Gegenteil: Mein Ziel ist es, eine bestimmte Art von Geisteshaltung, eine Lebensphilosophie, zu teilen, die Ted Lasso auf beeindruckende Weise repräsentiert und die unsere Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Es geht darum, auf eine bestimmte Art und Weise zu leben, zu denken und zu handeln, die sich mittlerweile „The Lasso Way“ nennt.

Ganz kurz zur Serie: Ted Lasso ist der Protagonist in der gleichnamigen Serie und repräsentiert den Inbegriff eines sympathischen und positiven Außenseiters. Einen Mann, der trotz aller Widerstände an das Gute im Menschen glaubt und seine Umgebung mit seiner unnachahmlichen Art ansteckt. In der Serie ist Ted ein amerikanischer Footballtrainer, der eine Fußballmannschaft in Englands Premier League als Trainer übernimmt. Und dabei ganz nebenbei lehrt er uns Zuschauern eine Menge über Mitgefühl, Menschlichkeit und darüber, wie eine positive Einstellung uns und die Menschen um uns herum verändern kann.

Was würde passieren, wenn wir alle ein wenig mehr wie Ted Lasso wären? 

Stell dir eine Welt vor, in der Freundlichkeit und Mitgefühl die Norm sind, nicht die Ausnahme. Eine Welt, in der nicht nur der berufliche, sondern vor allem der menschliche Erfolg im Vordergrund steht.

Eins steht fest: Ich möchte wirklich gerne so sein wie Ted Lasso. Warum? Weil ich glaube, dass die Welt einen Hauch mehr Ted Lasso gut gebrauchen könnte. Und ich bin sicher, dass ich da nicht alleine bin. Stell dir vor, wir würden alle ein wenig mehr wie Ted handeln. Ein wenig freundlicher, ein wenig geduldiger, ein wenig offener. Ein wenig mehr daran interessiert, die Welt um uns herum zu verbessern, anstatt uns nur auf unseren eigenen Erfolg zu konzentrieren.

Ted Lasso ist kein Superheld, er hat keine besonderen Kräfte. Er ist einfach nur ein Mensch, der versucht, das Beste aus sich und den Menschen um ihn herum herauszuholen. Und wenn das nicht etwas ist, nach dem wir alle streben sollten, dann weiß ich auch nicht.

Lasst uns doch alle ein bisschen mehr „Lasso“ sein. Ein bisschen freundlicher, ein bisschen geduldiger, ein bisschen offener. Und wer weiß, vielleicht können wir so die Welt um uns herum ein kleines bisschen besser machen

Hier sind 15 Punkte, wie ich »the lasso way« für mich zusammenfasse:

  1. Gutmütigkeit voranstellen: Ted behandelt alle mit Respekt und Freundlichkeit, unabhängig von ihrer Rolle oder Position. Jeder Mensch verdient Achtung und Freundlichkeit.
  2. Positivität ausstrahlen: Ted bleibt auch in schwierigen Situationen optimistisch. Er glaubt immer daran, dass sich die Dinge zum Besseren wenden können.
  3. Aus Fehlern lernen: Ted zeigt, dass Fehler menschlich sind und uns helfen, zu wachsen. Er lehrt uns, Misserfolge als Chancen zur Verbesserung zu sehen.
  4. An das Gute glauben: Ted glaubt an das Gute in den Menschen, auch wenn sie sich von ihrer schlechtesten Seite zeigen. Dieser unerschütterliche Glaube kann inspirierend sein.
  5. Offen für Neues sein: Ted ist offen für neue Erfahrungen und Kulturen. Er erinnert uns daran, unsere Komfortzone zu verlassen und neugierig zu bleiben.
  6. Aktiv zuhören: Ted ist ein guter Zuhörer. Er nimmt sich die Zeit, die Bedenken und Sorgen anderer zu verstehen und bietet Unterstützung an, wo er kann.
  7. Empathisch handeln: Ted zeigt Empathie für die Menschen um ihn herum. Er erinnert uns daran, uns in die Gefühle anderer hineinzuversetzen.
  8. Geduld üben: Ted zeigt Geduld, wenn er mit Herausforderungen konfrontiert wird. Er erinnert uns daran, dass gute Dinge Zeit brauchen.
  9. Ehrlich sein: Ted spricht die Wahrheit, auch wenn sie unbequem ist. Er zeigt, dass Ehrlichkeit und Transparenz entscheidend für Vertrauen und Respekt sind.
  10. Andere motivieren: Ted ist ein Meister darin, andere zu motivieren und ihnen Selbstvertrauen zu geben. Er zeigt uns, wie wichtig es ist, in die Fähigkeiten anderer zu glauben.
  11. Vergebung üben: Ted ist bereit zu vergeben, auch wenn er verletzt wurde. Er lehrt uns, wie befreiend Vergebung sein kann.
  12. Teamwork fördern: Ted weiß, dass Teamarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Er zeigt, dass Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zu besseren Ergebnissen führen.
  13. Herausforderungen annehmen: Ted fürchtet sich nicht vor Herausforderungen. Er sieht sie als Gelegenheiten, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.
  14. Demut zeigen: Ted ist trotz seines Erfolgs bescheiden. Er erinnert uns daran, dass es wichtig ist, demütig zu bleiben, egal wie weit wir kommen.
  15. Freude teilen: Ted hat einen Sinn für Humor und teilt Freude mit den Menschen um ihn herum. Er zeigt, dass Lachen eine universelle Sprache ist, die Menschen zusammenbringen kann.


Wenn du dich jetzt fragst was ich im Titel mit „Be curious, not judgementalOklahoma, Goldfish and Barbecue Sauce“ meine, dann ist klar – Du hast die Serie nicht gesehen.

Wenn Du es wissen willst, hier kommt die Erklärung:

Das Wort Oklahoma hat Ted Lasso in der Paartherapie mit seiner Frau benutzt. Wenn einer der beiden das Wort ausspricht, ist der andere verpflichtet, die „God’s honest truth“ zu sagen. Wenn also er oder seine Frau in einer Konfliktsituation „Oklahoma“ sagen, sie dadruch gezwungen, ehrlich zu teilen, was sie wirklich fühlen. Es ist eine Methode, um eine offene und ehrliche Kommunikation zu gewährleisten und falsche Vorstellungen oder Missverständnisse zu vermeiden.

We got this thing. When we’re arguing or fighting, one of us says ‚Oklahoma‘, and whoever says it, the other person, they have to say what they’re really feeling. The real stuff. The God’s honest truth. Because there ain’t no lying in Oklahoma. It’s a rule.

be a goldfish ist ein Ratschlag, den Ted Lasso einem seiner Spieler gibt, um ihn daran zu erinnern, vergangene Fehler loszulassen und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Ted behauptet, dass der Goldfisch das Tier mit dem kürzesten Gedächtnis (10 Sekunden) ist (was zwar wissenschaftlich nicht korrekt ist, aber in diesem Zusammenhang gut funktioniert). Mit diesem Rat meint er, dass man Fehler schnell hinter sich lassen und weitermachen sollte, anstatt sich von ihnen aufhalten zu lassen. Es ist ein Appell, die Vergangenheit loszulassen und sich auf die Gegenwart und Zukunft zu konzentrieren. In Führungsrollen bedeutet das, Misserfolge als Lernmöglichkeiten zu betrachten und sich nicht von ihnen entmutigen zu lassen.

I will not apologize for trying to spread the message of optimism. But you know what the happiest animal on Earth is? It’s a goldfish. You know why? Got a 10-second memory. Be a goldfish, Sam.


Ted Lasso nutzt die Metapher der Barbecue Sauce, um die Wichtigkeit von Zeit und Geduld zu unterstreichen. Er vergleicht den Prozess des Grillens, bei dem es darum geht, das Fleisch schnell bei hoher Hitze zu kochen, mit der Welt des Profifußballs, die oft von kurzfristigem Denken und raschen Ergebnissen geprägt ist. Im Gegensatz dazu betont er den Wert des langsamen, geduldigen Kochens – des „Barbecue“ – und schlägt vor, dass dieser Ansatz auch für den Aufbau einer erfolgreichen Fußballmannschaft gelten könnte. So nutzt Ted die Metapher der Barbecue-Sauce, um seine Überzeugung zu unterstreichen, dass Erfolg oft Geduld, Zeit und Sorgfalt erfordert, ebenso wie die richtige Mischung von Zutaten, um die perfekte Barbecue-Sauce zuzubereiten.

You know how people in Kansas City, they taught me something. You know the difference between a barbecue and grilling, ‚cause on a barbecue, it’s low and slow, right? And grilling, that’s hot and fast. Now, this here, this is a barbecue, son. This ain’t no sizzle reel. This is a long-haul proposition. You gotta have patience.

Be curious, not judgemental Diese Szene ist eine der denkwürdigsten der Serie, da sie Ted Lassos Philosophie und Stärke als Charakter hervorhebt. In dieser Szene spielt Ted ein Dartspiel gegen Rupert, Rebeccas Ex-Mann, in einer Kneipe. Während er das letzte Dart wirft, erzählt Ted die Geschichte von Walt Whitman, von dem das Zitat stammt, und wie es ihm geholfen hat, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen.

You know, Rupert, guys have underestimated me my entire life. And for years, I never understood why. I used to really bother me. But then one day, I was driving my little boy to school and I saw this quote by Walt Whitman, it was painted on the wall there. It said, ‚Be curious, not judgemental.‘ I like that.

Dann wirft er sein letztes Dart und gewinnt das Spiel, um zu beweisen, dass er nicht unterschätzt werden sollte.


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